Die Schriftstellerin und Bachmann-Preisträgerin liest aus ihrem neuen Roman „Sie wollen uns erzählen“
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Die Sternen leuchteten – ob des langersehnten Regens – nicht vom Himmel sondern von der Decke des Kinosaals. Der Abend mit Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher und den gut 70 Gästen hätte im Freien dennoch nicht schöner sein können.
Auf Einladung der Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft las die Schriftstellerin am 6. August 2026 in Freistadt aus ihrem vierten Roman „Sie wollen uns erzählen“. Im Gespräch mit Alexandra Grill (Obfrau des Vereins Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft) erzählte sie von der „Sache mit den Buchtiteln“ ebenso wie von Zuschreibungen aus der Gesellschaft, vom Zwiespalt einer liebenden Mutter und von der Fragwürdigkeit des „Normalen“.
Ann und Oz, Mutter und Sohn und Protagonist:innen des Romans, nehmen die Leser:innenschaft (und im Kinosaal die Zuhörenden) auf einen wilden Ritt durch Mutterschaft, Neurodivergenz und das Salzburger Innergebirg mit. Birnbacher bewegt sich dabei virtuos zwischen zwei Erzählperspektiven, zwischen Humor und Ernst, zwischen Feingefühl und Sachlichkeit.
„Sie wollen uns erzählen“ gehört in jedes Bücherregal – und der Besuch einer Lesung von Birgit Birnbacher mit zum Besten, was ein Sommerabend bieten kann. Im Publikum: literaturaffine, neugierige und am Ende um einen Blickwinkel reichere Menschen, darunter auch Mag.a Antonia Rahofer, im Bundesministerium für die Bereiche Literatur, Verlagswesen und Büchereien zuständig.
Danke den zahlreichen Besucher:innen aus der nahen Umgebung und von weiter her – und vor allem: Danke an Birgit Birnbacher für den köstlichen Literaturabend!
Andrea Rammer
Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft
Birgit Birnbacher © Kurt Hörbst
Alexandra Grill (Obfrau des Vereins Brigitte-Schwaiger-Gesellschaft) im Gespräch mit Birgit Birnbacher © Kurt Hörbst
Heidemarie Pöschko, Schriftstellerin Verena Dolovai, Antonia Rahofer (BMWKMS – Bereich Literatur, Verlagswesen und Büchereien) Andrea Rammer, Schriftstellerin Birgit Birnbacher, Alexandra Grill und Barbara Reinwald © Kurt Hörbst
Birgit Birnbacher © Alexandra Grill
Oz ist anders, er tut sich schwer in der Schule und hat ADHS. Aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin ablenken würde. Als er zuhause ankommt, ist tatsächlich etwas passiert. Die Oma, die in den Bergen lebt, ist weg …
Empathisch und humorvoll erzählt Birnbacher von der Liebe einer Mutter, die in alle Richtungen kämpft, um ihr Kind gegen die Zuschreibungen von außen zu verteidigen. Ein Roman über die Chancen, die der Wildwuchs im Denken eröffnet.